Gemeinde Feldafing

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Wo König Ludwig II. seine Cousine, Kaiserin Elisabeth von Österreich ("Sisi"), auf der rosenumrankten Roseninsel traf, liegt Feldafing – die "Perle am See" des Starnberger Sees. Königliche Geschichte, ein preisgekrönter Golfplatz und jahrtausendealte Spuren aus der Jungsteinzeit treffen hier auf bayerische Naherholung.

Wo König Ludwig II. seine Cousine, Kaiserin Elisabeth von Österreich ("Sisi"), auf der rosenumrankten Roseninsel traf, liegt Feldafing – die "Perle am See" des Starnberger Sees. Königliche Geschichte, ein preisgekrönter Golfplatz und jahrtausendealte Spuren aus der Jungsteinzeit treffen hier auf bayerische Naherholung.

Die Gemeinde Feldafing mit den zugehörigen Ortschaften Garatshausen und Wieling liegt am Westufer des Starnberger Sees. Beste Reisezeit: ganzjährig,

Wo liegt Feldafing im Vergleich zu den Nachbarorten?

Nördlich davon befindet sich Possenhofen-Pöcking, südlich der Ort Tutzing und westlich befinden sich Traubing und Machtlfing. Im Osten grenzt der See an den Ort.

Woher kommt der Beiname „Perle am See“?

Dem Ort Feldafing vorgelagert ist die zur Gemeinde gehörende Roseninsel. Über sie schreibt G. A. Horst in seinem Wanderbuch „Der Starnberger See“ (1876), sie ruhe „einer Perle gleich“ auf der blauen Fläche des Sees. Die „Perle“ im See dürfte Pate gestanden haben, als Feldafing den Beinamen „Perle am See“ erhielt.

Wie alt ist die Besiedlung von Feldafing?

Wahrscheinlich entstand Feldafing in Wörth – dem ursprünglichen Namen der Roseninsel. Schon in der Jungsteinzeit war diese Insel bewohnt. Einige Funde aus dieser Zeit sind in der prähistorischen Staatssammlung in München zu sehen. Der Name Feldafing, so nimmt man an, ist bayuwarischen Ursprungs. Die Urkunde trägt immerhin das Datum 1116. Hier wird ein Ruodolfus de Veldolvingen als Ministeriale des Grafen Berthold von Andechs erwähnt.

Welche Rolle spielten die Wittelsbacher in Feldafing?

Ab Mitte des 13. Jahrhunderts regierten im Ort und auf der Insel die Wittelsbacher Herzöge. Sie überließen die Insel in Leibgeding Feldafinger Fischern, den Krebsen, und gaben sie als Lehen an Ritter und Edelleute. Feldafing wurde zum damals größten Fischerort am Würmsee.

Wie entwickelte sich die Kirchengeschichte in Feldafing?

Anfang des 15. Jahrhunderts (1401) weihte man in Feldafing die katholische Pfarrkirche unter dem Patronat des Erzengels Michael. Diese stand wahrscheinlich an der Stelle, an der sich heute die (alte) katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul befindet.

Wer regierte Feldafing im 16. und 17. Jahrhundert?

Als die bayerischen Herzöge im 16. Jahrhundert Lehnsrechte von Hofmarken an reiche Münchner Patrizier vergaben, wurde das Dorf Feldafing, das zwischen zwei Hofgütern lag, geteilt. Jacob Rosenbusch, Kanzler von Herzog Wilhelm (dem Standhaften), erhielt das Gut Possenhofen und die Insel. Kaspar Weiler, der Erbe vom Hofgut Garatshausen, bekam von Herzog Albrecht (dem Großmütigen) die Hofmarksgerechtigkeit und das Patrimonialgericht mit Notariat über Garatshausen, Feldafing, Wieling und Traubing sowie das Patronat über die Pfarrkirche von Feldafing. Bis 1699, fast 250 Jahre lang, bestimmten vor allem die Weiler die Geschicke Feldafings. Viele von ihnen wurden in der Feldafinger Pfarrkirche beigesetzt, die Grabplatten sind erhalten geblieben.

Wie kam die Roseninsel zu König Maximilian II.?

An die Stelle der Weiler traten ab 1760 die Grafen von La Rosée, die zusätzlich die Hofmark Possenhofen und die Insel erwarben. Sie besaßen damit das größte geschlossene Ufergebiet am Würmsee. 1834 verkauften deren Erben den gesamten Besitz an Herzog Maximilian in Bayern, König Ludwig I. erhielt die Insel Wörth. König Maximilian II., der das Feldafinger Gebiet seit seiner Jugend kannte, erwarb 1850 die Insel und 1856 das ihr gegenüberliegende Hanggelände, wo er ein Schloss, seine Sommerresidenz, errichten lassen wollte.

Was macht die Roseninsel bis heute besonders?

Auf der Insel entstanden eine Villa im pompejanischen Stil, die Eremitage (Architekt: Franz Jakob Kreuter), und ein Gärtnerhaus. Mit der Planung der gärtnerischen Anlagen für die Insel und die Parkanlage des Schlosses wurde der Hofgartenarchitekt Peter Josef Lenné betraut. Die Insel erhielt ihr berühmt gewordenes Rosenrondell und ihren neuen Namen: Roseninsel. Ludwig II. ließ zwar den Schlossbau auf dem Festland (entworfen von August von Voit) einstellen, aber er liebte die Roseninsel und besuchte sie häufig. Hier traf er sich mit seiner Cousine, der Kaiserin Elisabeth von Österreich, die viele Sommerurlaube im Feldafinger Gasthof Strauch (später Hotel Kaiserin Elisabeth) verbrachte. Unter seiner Regentschaft fanden auf der Insel auch Staatsempfänge und Musikabende statt.

Wie entwickelte sich Feldafing zum modernen Fremdenort?

Die neuere Geschichte Feldafings beginnt mit dem Bau der Eisenbahnlinie, Feldafings Bahnhof wurde 1864 eingeweiht. Das ehemalige Fischer- und Bauerndorf entwickelte sich nun zum Fremdenort. Um die Jahrhundertwende entstand im Süden an den Osthängen des Höhenbergs das Villenviertel. Die Heilmann’sche Immobiliengesellschaft, München, hatte das Gelände von den Wittelsbachern gekauft und erschließen lassen. Auch im Westen dehnte sich der Ortsteil Feldafing stark aus. 1890 gab es im Dorf Feldafing ca. 70 Häuser, 1933 waren es mehr als 170. Zwischen 1890 und 1933 wuchs die Einwohnerzahl der Gesamtgemeinde um mehr als das Doppelte auf 1.185 Personen.

Was gibt es heute in Feldafing zu entdecken?

Ein erneuter Boom setzte nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Zustrom von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen ein. Im Lenné-Park wurde nach dem Ersten Weltkrieg ein Golfplatz angelegt, der mit zu den schönsten Europas gehört. Andere Freizeit- und Sportmöglichkeiten kamen hinzu. Seit Jahrzehnten ist Feldafing ein beliebtes Naherholungsgebiet. Lenné-Park und Roseninsel werden derzeit von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen nach den historischen Plänen wiederhergestellt.

Garatshausen feierte 1992 sein 1.250-jähriges Jubiläum, zu dem eine Festschrift erschien. Sie kann ebenso wie der Bildband „Feldafing Ortsmitte“ aus dem Jahre 1995 bei der Gemeindekasse erworben werden. Über Aktuelles informiert der „Feldafinger Gemeinde-Bote“, der vom Gewerbeverband Feldafing herausgegeben wird.

Häufig gestellte Fragen zu Feldafing

Warum heißt Feldafing „Perle am See“?
Der Beiname geht auf eine Beschreibung der Roseninsel aus dem Jahr 1876 zurück, in der sie „einer Perle gleich“ auf dem See liegend beschrieben wurde.

Welche Verbindung hat Kaiserin Elisabeth (Sisi) zu Feldafing?
Sisi verbrachte als Cousine König Ludwigs II. viele Sommerurlaube in Feldafing und traf sich mit ihm regelmäßig auf der Roseninsel.

Was ist auf der Roseninsel zu sehen?
Die Roseninsel bietet eine Villa im pompejanischen Stil, die Eremitage, ein Gärtnerhaus sowie das berühmte Rosenrondell, gestaltet vom Hofgartenarchitekten Peter Josef Lenné.

Gibt es einen Golfplatz in Feldafing?
Ja, im Lenné-Park wurde nach dem Ersten Weltkrieg ein Golfplatz angelegt, der zu den schönsten Europas zählt.

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🏢 Gemeinde Feldafing

📍 Adresse: Bahnhofsplatz 1

📮 PLZ: 82340

📍 Ort: Feldafing

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📞 Tel: +49 81 57 93 11 0

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