Der Starnberger See in Bayern – Fünfseenland Region
Bereits 1850 entdeckte der Hochadel Feldafing als „Perle vom Starnberger See“ – heute verbindet der zweitgrößte See Bayerns königliche Geschichte, traumhaften Alpenblick und über 2.500 Jahre alte Fischertradition zu einem der schönsten Fleckchen Oberbayerns.
Beste Reisezeit: ganzjährig, Schifffahrt Ostern bis Oktober
Hotels und Unterkünfte, Tagungslocations, Freizeiterlebnisse, kulturelle Highlights, Restaurant und Biergarten am Starnberger See, an einem der schönsten Seen in Bayern. Nördlich der Alpen gelegen bietet der Starnberger See an föhnigen Tagen traumhafte Ausblicke auf die nahegelegenen Alpen. Bei guter Fernsicht erkennt man Karwendel, Benediktenwand und den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze. Der See liegt rund 20 km von München entfernt und ist über die A95 sowie mit der S-Bahn schnell erreichbar.
Wie entstand der Starnberger See?
Den Starnberger See haben wir, wie alle fünf Seen im Fünfseenland, der letzten Eiszeit vor ca. 15.000 bis 20.000 Jahren zu verdanken – es sind die Reste des Isar-Loisach-Gletschers. 46 % des Uferlandes ist landwirtschaftliche Fläche, 36 % Wald. Der Starnberger See ist der zweitgrößte See in Bayern.
Woher kommt der Name?
Albrecht Penck, Eiszeitforscher des Alpen- und Voralpengebiets, gab der Würmeiszeit ihren Namen. Bis zum 12. Jahrhundert hieß die Würm – der Abfluss des Sees – „Wirmina“, abgeleitet von „schnell strömend“. Der See selbst trug lange den Namen Würmsee; als „Verres Lacus“ (Ebersee) war er bei den Römern bekannt, eine Urkunde aus dem Jahr 822 nennt ihn „pelagus Wirmseo“. Erst 1962 wurde der Name „Starnberger See“ amtlich festgelegt.

Fünf coole Ideen für Freizeiterlebnis, Urlaub und Firmenevents am Starnberger See
Seenschifffahrt Starnberger See und auf den bayerischen Seen:
Auf dem Ammersee, Königssee, Tegernsee und Starnberger See verkehren die Schiffe der Bayerischen Seenschifffahrt. Mit Ausnahme des Tegernsees sind die Linienfahrten von Ostern bis Oktober möglich. Die Schiffe können auch für Sonderfahrten wie Firmenveranstaltungen, Hochzeiten oder Privatfeiern gebucht werden.
Tagungsangebote am Starnberger See:
Viele Tagungsanbieter am und um den Starnberger See in Bayern eignen sich besonders gut für Firmenveranstaltungen. Neben professionellem Tagungsservice bieten Hotels, Restaurants und Tagungsstätten alles, was Sie für eine gelungene Firmenveranstaltung suchen.
Freizeit, Sport und Natur:
Die Auswahl der Freizeitaktivitäten am Starnberger See kann schon fast stressig sein – Segeln, Baden, Supen, eine Bergtour in die nahen Alpen oder ein Rundflug hoch in die Lüfte? Oft ist auch einfach eine ruhige Verschnaufpause in der Natur genau das Richtige.
Kulturangebote und Brauchtum:
Das Brauchtum am Starnberger See ist noch lebendig. Die Fischerhochzeit in Tutzing und das Ochsenrennen in Münsing (beide nur alle 5 Jahre) sind nur einige der Feste, die Sie mindestens einmal erleben sollten.
Restaurants – Genuss pur:
Restaurants, Bars und nette Kioske am See bieten die gesamte Palette bayerischer und internationaler Gerichte – natürlich darf die Maß Bier nicht fehlen, aber auch für Weinkenner gibt es eine feine Auswahl.

5 Kulturhighlights Starnberger See:
- Ochsenrennen in Münsing (nur alle 5 Jahre)
- Fischerhochzeit in Tutzing (nur alle 5 Jahre)
- beim Fünfseen Filmfestival Prominente und Schauspieler:innen treffen
- Adventsausflug zu den schönsten Christkindlmärkten
- Burschenfeste und Sommernächte feiern
5 Erlebnisse Starnberger See:
- den Todestag König Ludwigs II. mit den Königstreuen in Berg zelebrieren (13. Juni)
- über die Ilkahöhe wandern und die Aussicht genießen
- mit der Pferdekutsche auf König Ludwigs Pfaden bis nach Hohenschwangau reisen
- am Steg 1 den Abend ausklingen lassen
- Sonnwendfeuer in Bernried mit Livemusik erleben
5 Sehenswürdigkeiten Starnberger See:
- Votivkapelle in Berg auf König Ludwigs II. Spuren
- alte Rosensorten und Pfahlbauten auf der Roseninsel in Feldafing
- Kloster Bernried und Park rund um das Buchheim Museum
- herrschaftliche Villen bei einer Seenschifffahrt entdecken
- auf Sisis Spuren ins Kaiserin-Elisabeth-Museum (Feldafing) und zur Roseninsel
5 sportliche Ideen Starnberger See:
- Tauchen mit einer Sportschule
- Golf auf einem der neun Golfplätze rund um den See
- SUP, Segeln, Kiten und Sundowner im Nordbad
- Wandern zu Kraftplätzen und Insidertipps
- frühmorgens mit einem Fischer auf Fang ausfahren

Daten zum Starnberger See:
- Höhe: 584 m über dem Meeresspiegel
- Breite: 4,67 km (nach anderer Quelle: ca. 5 km)
- Länge: 19,45 km (nach anderer Quelle: ca. 21 km)
- Umrundung: ca. 49 km
- Seefläche: 56,4 km² (im Original wiederholt als „563,6 qkm“ – Tippfehler, korrekt ist ca. 56–57 km²)
- Tiefste Stelle: 127,8 m (nach anderer Quelle: 128 m)
- Zuflüsse: Buchscharn, Kuglmühlbach (Ambach), Maisinger Bach (Maising), Lüßbach (Percha), Marzenbach (St. Heinrich), Ostersee-Ach (Osterseen/Seeshaupt), Rötlbach (Bernried), Salchstattbach (Münsing), Seeseitenbach (Seeseiten), Singerbach (St. Heinrich), Starzenbach (Feldafing), Wirtsbach (St. Heinrich), sowie unterirdische Zuflüsse
- Abfluss: Würm (Starnberg)
Verkehrsanbindung:
Öffentliche Anreise: S-Bahn-Linien S6 (Tutzing) und S7 (Wolfratshausen) ab München, BRB Richtung Bernried, Schiffe der Bayerischen Seenschifffahrt (Ostern–Oktober), Busverbindungen rund um den See.
Mit dem Auto: A95 München–Garmisch-Partenkirchen, Ausfahrt Starnberg/Wolfratshausen/Seeshaupt. Vom Flughafen über A99 auf A95. A8 Stuttgart–München und weiter auf die A95.
Bereits 1850 gab es Tourismus am Starnberger See
Der Hochadel (wie die Wittelsbacher) und Großindustrielle (wie Ritter von Maffei) entdeckten 1850 Feldafing als die „Perle vom Starnberger See“ und verbrachten dort ihre Sommermonate. Sie schufen kultivierte Landschaften wie den Lenné-Park (1854) und das Casino auf der Roseninsel mit hunderten Rosenblüten im Juni und Juli. 1864 wurde die Eisenbahn von München bis Feldafing gebaut. Giuseppe Leoni eröffnete das erste italienische Restaurant am See, das bei Künstlern und Adel aus München bekannt und beliebt war.
Ein bronzener Angelhaken, gefunden auf der Roseninsel, belegt, dass hier wohl die ältesten Siedlungen der Region standen – ebenso wie die Pfahlbauten rund um die Insel. Heute wie bereits vor über 2.500 Jahren verdienen sich die Fischer am Starnberger See ihren Unterhalt mit der Fischerei; viele Familien sind seit Generationen hier ansässig, historische Bootshäuser und Fischerhöfe zeugen davon.
Auch die Landwirtschaft spielt im Voralpenland eine wichtige Rolle – ökologische Tierhaltung spiegelt sich oft in der regionalen Küche der Gastronomie wider.
Schon zu früherer Zeit, als er noch Würmsee hieß, war der See ein beliebter Ort bei namhaften Gästen. Keine andere Gegend in Bayern besitzt so viele alte Villen und Schlösschen. Der frühere Fürstensee bietet heute bayerische Tradition, Fischerstechen, Edelrestaurants und In-Lokale – kurzum: urbayerischer Charakter trifft auf gehobene Gemütlichkeit.

Die Gemeinden am Starnberger See
Zahlreiche Schlösser und Parkanlagen wie der Lenné-Park bei Feldafing machen eine Rundfahrt um den See zu einer kleinen Kulturreise. Von voralpenland-geprägter Landschaft rund um Münsing bis zum urbanen Leben in Starnberg bietet die Region vielfältige Facetten.
Anlegestellen Starnberger See der Bayerischen Seenschifffahrt:
Starnberg, Possenhofen, Tutzing, Bernried, Seeshaupt, Ambach, Ammerland, Leoni, Berg. Die Schiffe verkehren von Ostern bis Mitte Oktober.
Weitere interessante Gewässer im Fünfseenland:
Pfaffenwinkel, Ammer, Amper, Dreixlfurther Weiher, Lech, die Osterseen.

Sage vom Starnberger See:
Aufgrund einer Fehlinterpretation des Wortes „Würm“ entstand die Sage, auf dem Grund des Sees liege seit Erschaffung der Welt ein riesiges, wurmartiges Ungeheuer, das seinen Kopf unter dem Leib verborgen hält. Irgendwann solle dieses Ungeheuer erwachen, aus dem See kriechen und das Land überfluten. Der Wasserdrache galt damals als Symbol für die reale Gefahr von Überschwemmungen.