Frieding liegt auf einem Endmoränenhügel und ist ein Teil der Gemeinde Andechs, wozu noch die Orte Machtlfing, Erling und Andechs zählen.
Frutinnen war der frühe Name des Ortes Frieding zwischen Ammersee und Starnberger See im Schatten der mächtigen Burg des Grafen von Andechs, als es nach unserem derzeitigen Wissensstand etwa 1123 nach Christi in einer Urkunde schriftlich erwähnt wurde.
In diesem heute sehr idyllischen Ort mit typisch bayerischem Charakter hatten damals die Bediensteten des Grafen zu Andechs gelebt, gewohnt und die Besitztümer bewirtschaftet. Der Ort selbst ist schon mehrere tausend Jahre älter.
Was ist das Besondere an Frieding?
Zwischen Widdersberg und Frieding gibt es eine Buckelwiese, die nichts anderes als 21 Hügelgräber ist. Diese wurden 400 bis 800 vor Christi angelegt – typisch für die Hallstattzeit. Um die Jahrhundertwende dokumentierte man über 107 Gräber auf den Friedinger Fluren.
Zur Römerzeit war Frieding ein sehr bedeutender Ort auf dem Weg nach Kempten. In der Nähe der Hannawiesen hatten die Römer eine Ortschaft namens Blattenstein gegründet. Den Überlieferungen zufolge wurden dort bereits Ziegelsteine gebrannt. Ihre Toten haben die Römer in den schon vorhandenen Hügelgräbern bestattet, was durch Funde römischer als auch bronzezeitlicher Scherben aus den gleichen Grabstätten bestätigt wurde.
Friedings Geschichte beginnt mit dem Kloster Andechs bzw. mit dem hl. Graf Rasso, der seine Burg in Dießen etwa um 1100 verließ und auf dem gegenüberliegenden Berg seine neue Burg errichtete. Von da an nannten sie sich Grafen von Andechs. Die geschickte Heirats- und Expansionspolitik der Grafen bewirkte, dass die Besitztümer rasch anwuchsen.
Heute ist Frieding ein wunderschöner idyllischer Ort unterhalb des heiligen Berges Andechs. Er eignet sich als idealer Standort für Spaziergänge, Radausflüge und ist aufgrund der Nähe zu München auch für Firmenveranstaltungen geeignet.

