Kurz hinter Rosenheim eröffnet sich ein bunt gemischtes Wandergebiet für fast jeden Anspruch. Meine geführte Wanderung für den DAV München führte an Ostern auf die Hohe Asten bei Flintsbach im wunderschönen Inntal.
Was macht Flintsbach historisch so besonders?
Geschichtsumwoben ist dieser Ort – auch wenn er heute noch nicht einmal 3.000 Einwohner zählt, hat er viel zu erzählen. Bereits sehr früh war diese Gegend besiedelt. Hoch über dem Ort thront die Neue Burg Falkenstein. „Neu“ deshalb, weil sie teilweise aus den Steinen der alten Burg gebaut wurde, deren Überreste man noch heute oberhalb im Wald finden kann. Seit 2016 wird sie wieder renoviert. Unterhalb der Burg befindet sich der Wanderparkplatz – von dort startet die Tour.
Wie verläuft die Wanderung?
An der Burg Falkenstein vorbei geht es zunächst an zwei Kapellen entlang. Nach etwa 20 Minuten schlägt man den Weg Richtung Petersbergl ein, das früher „Kleiner Madron“ hieß.
Vom Petersbergl führt der Weg über einen Wiesenhang hinter der Gaststätte zurück zum Hauptweg Richtung Hohe Asten. Der Rückweg erfolgt auf derselben Strecke.
Warum ist die Kirche auf dem Petersbergl so bemerkenswert?
Dort oben befindet sich die wohl imposanteste Kirche mit Gasthaus der Region – imposant deshalb, weil diese Kirche nur noch steht, da sie von den Bauern des Ortes während der Säkularisation 1803 gekauft und dadurch vor der Zerstörung gerettet wurde. Bis heute finden monatliche Bittgänge zur Kirche statt.
Wir hatten Glück: Als wir dort ankamen, fand gerade ein Ostergottesdienst vor der Kirche statt – eines der Highlights unserer Wanderung.
Was erwartet Wanderer auf der Hohen Asten?
Auf der Hohen Asten befindet sich der höchstgelegene Bauernhof Deutschlands – und wohl die schönste Sonnenterrasse mit Rundumblick über die Bergketten. Essen und Bedienung sind sehr freundlich, auch für Familien ist dies ein lohnendes Ausflugsziel.
Ist die Tour familientauglich?
Ja, ausgesprochen. Wer auf dem Hauptweg bleibt, kann die Strecke sogar mit Kinderwagen bewältigen. Wir waren zu acht unterwegs, mit verschiedenen Kondition- und Anspruchsleveln – der Ausflug eignet sich wunderbar als Familienausflug, zum „Eingehen“ und für alle, die Berggenuss ohne kräfteraubenden Weg suchen.
Kann man die Tour verlängern?
Ja, von der Hohen Asten aus gibt es viele Möglichkeiten, das Tagespensum zu erweitern.
Tourdaten:
Strecke ca. 11 km (gesamt)
Höhenmeter 720
Gehzeit ca. 3 Stunden
Kondition leicht bis mittel
Orientierung einfach, gut beschildert und ausgebaut
Parken: Wanderparkplatz in Flintsbach am Inn
Fazit
Ein traumhafter Platz für Wanderungen aller Art. Unser Tag war geprägt von Gemeinsamkeit, guten Gesprächen und viel Spaß miteinander.
Häufig gestellte Fragen zur Wanderung Hohe Asten
Wie lang ist die Wanderung auf die Hohe Asten?
Etwa 11 Kilometer insgesamt bei 720 Höhenmetern, Gehzeit rund 3 Stunden.
Ist die Tour mit Kinderwagen machbar?
Ja, wer auf dem Hauptweg bleibt, kann die Strecke auch mit Kinderwagen bewältigen.
Was ist das Besondere an der Kirche auf dem Petersbergl?
Sie wurde während der Säkularisation 1803 von den Bauern des Ortes gekauft und dadurch vor der Zerstörung gerettet. Bis heute finden monatliche Bittgänge dorthin statt.
Gibt es unterwegs Einkehrmöglichkeiten?
Ja, sowohl am Petersbergl als auch auf der Hohen Asten – dort steht der höchstgelegene Bauernhof Deutschlands mit Sonnenterrasse und Rundumblick.
Wo startet die Wanderung?
Am Wanderparkplatz unterhalb der Burg Falkenstein bei Flintsbach.
Geführte Wanderung für den DAV München · Text und Fotos: Birgit M. Widmann

