Wiesn-Rundgang 2026: Schaustellerkunst wird Kulturerbe

von Birgit Widmann | 18, Sep., 2026 | oktoberfest

Beim Presserundgang zwei Tage vor dem Anstich gab es drei neue Fahrgeschäfte, zwei neue Zelte und eine Nachricht, auf die die Schausteller 26 Jahre gewartet haben: Ihr Handwerk steht jetzt im Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.

Fotografen und Kamerateams vor dem Etagenlaufgeschäft The Fisherman's Place, auf dem Balkon steht eine Gruppe für den Fototermin, Oktoberfest München

Zwei Tage vor dem Anstich ist die Wiesn eine Baustelle mit Musik — und für ein paar Minuten eine Bühne.

Zwei Tage vor dem Anstich ist das Wiesngelände auf der Theresienwiese in München eine Baustelle mit Musik. Handwerker schrauben, Lastwagen rangieren, und dazwischen zieht eine Traube aus rund einhundert Journalistinnen und Journalisten von Station zu Station. Musikalisch begleitet wurde der Presserundgang am 17. September von der Oktoberfestkapelle unter Wolfgang Höglbauer, die auf den Wegen zwischen den Zelten aufspielten.

Die Schaustellerkunst ist immaterielles Kulturerbe

Albert Ritter vom Deutschen Schaustellerbund war eigens angereist, um eine Nachricht zu überbringen, auf die seine Branche lange gewartet hat.

„Seit 1999 arbeiten wir daran, dass die Schaustellerkultur als immaterielles Kulturerbe in Deutschland anerkannt wird. Und tatsächlich ist es gelungen.“

Aufgenommen wurde die Schaustellerkunst in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes, das die Deutsche UNESCO-Kommission führt. Anerkannt ist damit das Handwerk — die Art, wie Schaustellerinnen und Schausteller Kirmes, Volksfest und Jahrmarkt gestalten und leben.

Ritter ordnete das historisch ein: „1200 Jahre lang gibt es bereits Kirmes und Volksfeste hier bei uns. Das Wort Kirmes kommt von der Kirchmesse, der Kirchweih, von der Kircheneinweihung. Und wenn man weiß, wie alt unsere Kirchen sind, dann weiß man auch, wie alt die Kirchweih ist.“

„Es erfüllt uns mit großem Stolz, dass unsere Arbeit nach 1200 Jahren von der Gesellschaft anerkannt wurde.“

An der Anerkennung mitgearbeitet hat Dr. Margit Ramus, Schaustellerin und promovierte Kunsthistorikerin, die sich seit fast zwanzig Jahren wissenschaftlich mit dem Kulturgut Volksfest beschäftigt.

„Diese Anerkennung bedeutet für uns Schausteller, dass unsere Traditionen, unsere Lebensweise — die ja eine besondere ist —, unser Wissen und Können, das wir von Generation zu Generation an die Kinder weitergeben, dass das anerkannt ist. Wir sind ganz besonders stolz, dass wir es geschafft haben.“

 

Albert Ritter vom Deutschen Schaustellerbund spricht ins Mikrofon vor dem Riesenrad, daneben Oberbürgermeister Dominik Krause, Wiesnchef Christian Scharpf und Margit Ramus, Oktoberfest München. PersonInImage: Dominik Krause, Albert Ritter, Christian Scharpf, Margit Ramus

Die Nachricht, auf die die Branche seit 1999 gewartet hat: Die Schaustellerkunst steht im Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.

Kulturerbe und Kleiderfrage

Ritter nutzte den Termin für eine Stellungnahme zu einer Debatte, die im Vorfeld der Wiesn für Schlagzeilen gesorgt hatte: An einem Fahrgeschäft waren Figuren aus zusätzlich bekleidet worden.

Auf entsprechende Presseanfragen sagte er:

„Der Deutsche Schaustellerbund, die Schaustellerinnen und Schausteller stehen für die Einhaltung der Strafgesetzordnung, wenn es etwas gibt, was mit Belästigung, Sexismus oder anderen Dingen zu tun hat. Da schreiten wir Schausteller traditionell ein und stehen den hoheitlichen Kräften Schulter an Schulter zur Seite, dem Jugendschutz, der Polizei, allen, die mithelfen, eine friedliche Wiesn zu gewährleisten.“

„Aber haben wir wirklich keine anderen Probleme, als Pappmaché-Figuren Radlerhosen anzuziehen? Wir haben die Venus von Milo, die steht an erster Stelle im Museum, die ist auch nackt. Und wir haben die Sixtinische Kapelle, da hat Michelangelo oben auch mit Textilien gegeizt. Da sagt auch keiner, wir müssen die Sixtinische Kapelle abreißen.“

„Macht bitte keinen Unterschied zwischen Breitenkultur und Hochkultur.“

Kritik übte Ritter daran, dass sein Verband vorher nicht einbezogen worden sei: „Mit dem Deutschen Schaustellerbund hat man im Vorfeld nicht gesprochen. Wir hätten sicherlich auch da eine gute einvernehmliche Lösung herstellen können, ohne dass wir erst Presserummel machen.“ Man solle über solche Fragen mit den Betroffenen sprechen.

Bemalte Figuren auf dem grünen Rad über dem Eingang von Feldl's Teufelsrad mit Leuchtschrift, Oktoberfest München

118 Jahre steht das Teufelsrad auf der Wiesn. Die Figuren über dem Eingang wurden neutral bekleidet.

 

Ähnlich äußerte sich ein Schausteller, dessen Familie seit 1933 mit einer Geisterbahn auf dem Oktoberfest steht, inzwischen in siebter Generation: „Wir sind jetzt Kulturerbe, und an alten Bildern malt man auch nicht herum. Genauso wollen wir nicht, dass an unseren Geschäften Sachen verändert werden. Die sind über Jahrhunderte gewachsen, und so etwas sollte man pflegen und nicht verändern.“

 

Musikerinnen und Musiker in Tracht mit Steirischer Harmonika, Tuba und Trommel spielen vor dem Volkssängerzelt Schützenlisl auf der Oidn Wiesn, Oktoberfest München

Die vier Musiker des Zelts hatten ihre Premiere vor mehreren hundert Journalistinnen und Journalisten.

Schützenlisl: drei neue Wirte und ein Geburtstag

Erste Station des Rundgangs war das Volkssängerzelt Schützenlisl auf der Oidn Wiesn — mit einer musikalischen Premiere der vier Musiker des Zelts.

Das Zelt wurde 2022 von Lorenz und Christine Stiftl wiederbelebt. Seit dieser Wiesn führen drei neue Wirte das Zelt: Michael Bietsch, zuvor Wirt der Historischen Kegelbahn, Florian Fendt und Manfred Kneifel. Sie übernehmen von Christine und Lorenz Stiftl, die in diesem Jahr ins Paulaner Festzelt gewechselt sind — dorthin, wo der Rundgang später endete.

 

Traudi Siferlinger mit Geige zwischen Wiesnchef Christian Scharpf und zwei der drei neuen Schützenlisl-Wirte vor dem Volkssängerzelt auf der Oidn Wiesn, Oktoberfest München

Seit dieser Wiesn führen drei neue Wirte das Zelt: Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel. Zwei von ihnen stehen hier neben der musikalischen Leiterin.

 

Übrigens: Die Schützenlisl hat es wirklich gegeben: Coletta Möritz, vor fast 140 Jahren erst Bedienung, später Wiesnwirtin und in München ein Begriff. Sie wurde am 19. September 1860 geboren — also genau am Tag des diesjährigen Wiesnstarts. Sie wäre in diesem Jahr 166 geworden.

Musikalische Leiterin Traudi Siferlinger beschrieb das Programm: Volkssängergruppen, Musik von zehn Uhr früh bis in die Nacht ohne Umbaupausen, Dialekte aus ganz Bayern. Dazu eine Gstanzlwerkstatt für Kinder, Seniorensingen und Jodelkurse.

„Wir nehmen die Leute mit, miteinander singen und gemeinsam einfach schöne Stunden erleben — weg von dieser verrückten Welt, einmal etwas Schönes für die Seele und fürs Herz.“

Über das neue Wirtetrio sagte sie: „Ich habe es ja jetzt ein paar Monate mitbekommen — die geben alles.“

 

Grün-weiße Giebelfassade des Volkssängerzelts Schützenlisl mit Blumenkästen und gemalten Figuren auf der Oidn Wiesn, Oktoberfest München

Benannt nach Coletta Möritz, die am 19. September 1860 geboren wurde — auf den Tag genau am diesjährigen Wiesnstart.

 

Der Aufbau begann am 1. August. „Wenn man dann mal sieht, was das für ein Aufwand ist, diese Wagenladungen an Holz, an Handwerkern — das ist unglaublich.“

Riesenrad Willenborg: 90 Jahre

Das Riesenrad der Familie Willenborg feiert Jubiläum. Bei der Station erinnerte die Familie an Mutter und Großmutter, die vor fast fünfzig Jahren in schwieriger Zeit in das Riesenrad investiert hatten — zwei Frauen in einer damals von Männern geprägten Branche.
„Es ist ein Symbol der Wiesn geworden, und das ist eine ganz besondere Ehre.“
Auf die Frage nach den Wünschen für die kommenden Jahre: „Wir hoffen, dass wir weiter ein Teil der Wiesn sein dürfen. Das Volksfest ist eine Begegnung der Menschen, für Gespräche, für das fröhliche Zusammensein. Wir hoffen, dass wir eine gute und friedliche Wiesn haben werden.“
An dieser Station stieß auch die dritte Bürgermeisterin Verena Dietl zur Gruppe. Und hier war es, wo Albert Ritter seine Nachricht überbrachte.
Journalistinnen und Journalisten stehen vor der bemalten Front des neuen Fahrgeschäfts Shake & Roll, Oktoberfest München

Die bemalte Front ist Handarbeit — genau die Schaustellerkunst, die seit diesem Jahr im Kulturerbe-Verzeichnis steht.

Shake & Roll: jede Fahrt ist anders

Das erste der drei neuen Fahrgeschäfte kommt aus dem Sauerland und stand bis Dienstag noch auf der Hüstener Kirmes in Neheim-Hüsten bei Arnsberg.
Wiesnchef Christian Scharpf und Oberbürgermeister Dominik Krause sitzen zwischen Kameras in einer Gondel des Fahrgeschäfts Shake & Roll, Oktoberfest München

Zwischen zwei Objektiven hindurch fotografiert: Wiesnchef und Oberbürgermeister in der Gondel Shake & Roll.

Das Besondere: Die Gondeln werden nicht motorisch gesteuert. Die Platte dreht sich, die Kreuze drehen sich entgegen der Platte, und durch Flieh- und Zentrifugalkraft überschlagen sich die Gondeln von selbst.
„Das ist im Endeffekt vierdimensional. Und jede Fahrt ist anders — man kann drei-, viermal einsteigen und macht einmal fünf Überschläge, einmal zehn.“
Ob eher junge Leute mitfahren? „Wirklich von jung bis alt. Der älteste Fahrgast, der jedes Jahr mitfährt, ist ungefähr um die 72 Jahre alt.“
Übergroße Kapitänsfigur mit weißem Bart und Möwe auf dem Etagenlaufgeschäft The Fisherman's Place vor blauem Himmel mit Seifenblasen, Oktoberfest München

„Sink or swim“ steht auf dem Schild in seiner Hand. Die Seifenblasen laufen den ganzen Tag, auch wenn noch niemand da ist.

Fisherman’s: brandneu und dreistöckig

Das zweite neue Geschäft ist ein Etagenlaufgeschäft auf drei Ebenen mit einer vierten Außenebene, im Juni 2026 ausgeliefert. Vorher stand es auf dem Gäubodenvolksfest in Straubing und auf dem Augsburger Plärrer.
Vorgestellt wurde es von Nadine Kollmann, von der auch die kreative Gestaltung stammt — was man hörte, als sie darüber sprach.
Bemalte Fassade des Etagenlaufgeschäfts The Fisherman's Place mit Kapitänsfigur, Seesternen und Fischernetzen, Oktoberfest München

Wer stehen bleibt, entdeckt Seesterne, Netze und Möwen. Die Fassade ist zum Suchen gemacht.

„Bunt, farbenfreudig, viele kleine Details. Wir hoffen, es gefällt und alle gehen rein.“
Über die Entstehung: „Ich habe meine Ideen gesagt, genauso wie es hier ist, und die Firma hat es für mich designt. Es ist schön, das zu machen, aber es ist auch viel Stress. Meine größte Angst war, dass ich in Straubing nicht aufmachen kann. Ich habe gesagt, ich mache auf, und wenn es mich eine Niere kostet — und dann hatte ich Nierensteine vor fünf Wochen.“
Oberbürgermeister Dominik Krause, Schausteller Willi Ottens junior und Wiesnchef Christian Scharpf stehen am Aufgang des Fahrgeschäfts Chaos Pendel, Oktoberfest München

Am Aufgang hängt die Liste derer, die nicht mitfahren dürfen. Gelacht wurde trotzdem.

Chaos Pendel: 80 Stundenkilometer

Das dritte neue Fahrgeschäft gehört Willi Ottens junior und ist seit fünf Jahren unterwegs, aber zum ersten Mal auf der Wiesn. Es schleudert seine Gäste in über vierzig Meter Höhe mit bis zu 80 Stundenkilometern durch die Luft.
„Das ist eines der actionreichsten Geschäfte, was es gerade so auf der Reise gibt.“
Zwei Gondelreihen des Fahrgeschäfts Chaos Pendel mit Fahrgästen überschlagen sich hoch über dem Boden vor bewölktem Himmel, Oktoberfest München

Zwei Gondelreihen, gegenläufig. Wer oben ist, sieht die Wiesn für einen Moment verkehrt herum.

Eine Fahrt für die Presse war offiziell nicht vorgesehen — ein paar Kolleginnen und Kollegen stiegen trotzdem ein. Die Schreie waren bis zur nächsten Station zu hören, und eine Reporterin sagte danach nur: extrem wild.
Robert Engel mit getönter Brille und ein zweiter Mann in Trachtenjanker lehnen am offenen Holztresen von Bodos Cafézelt, im Hintergrund die Kuchenkarte, Oktoberfest München PersonInImage: Robert Engel

Das offene Thekenkonzept zur Straße hin ist neu und bewusst ohne Reservierung gedacht.

Bodos Cafézelt: Holz statt Aluminium

Festwirt Otto Lindinger hat sein Zelt komplett neu gebaut.
„In erster Linie haben wir jetzt einen schönen Holzbau und kein Aluminiumzelt mehr.“
Neu ist auch ein offenes Theken-Konzept zur Straße hin, bewusst ohne Reservierungen. „Das soll die Gäste einladen, aber auch die Straße entzerren — ganz bewusst kommen und gehen, ein Espresso, ein Glas Wein.“
Die Bar ist in die Galerie im ersten Stock gewandert, mit Blick auf die Straße und die Bühne. Konditoreispezialitäten, Cafézelt-Atmosphäre und Partystimmung bleiben.
Pressefotografen stehen in einer Reihe vor Bodos Cafézelt, rechts Festwirt Otto Lindinger, daneben Wiesnchef Christian Scharpf mit dem Mikrofon vor dem Gesicht, im Vordergrund von hinten Oberbürgermeister Dominik Krause, Oktoberfest München. *PersonInImage:* Otto Lindinger, Christian Scharpf

Holz statt Aluminium: Das Zelt wurde komplett neu gebaut, die Bar ist in die Galerie gewandert.

Zur Nachhaltigkeit: „Holz ist ein nachwachsender Werkstoff, das macht die nachhaltige Bauweise. Die Umweltlinien haben wir sowieso, wir sind zertifiziert, wir haben Umverpackungen — das aber schon seit vielen Jahren.“
Auf die Frage, wie es sich anfühlt, ein Zelt neu zu bauen: „Geschwitzt haben wir, und wir schwitzen immer noch. Meine Haarfarbe nähert sich deiner ein bisschen an.“

Bartls Flößerstadl: ein Zelt in Rekordzeit

Die kurzfristigste Neuerung des Jahres. Klaus Bartl rückte nach, als ein Platz frei wurde — und baute in wenigen Wochen ein Festzelt.
„Ich weiß nicht, ob es jemanden schon mal gegeben hat, der in kürzerer Zeit so ein Riesenzelt aufgebaut hat. Wir fühlen uns sehr geehrt. Für uns ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Trotz allem Stress und aller Nervosität hat es viel Spaß gemacht.“
Der Name hat einen konkreten Ursprung. Bartl betreibt seit elf Jahren den städtischen Campingplatz in München-Thalkirchen, gelegen an der zentralen Floßlände.
„Die ersten Camper bei uns am Campingplatz waren eigentlich die Flößer. Das war nämlich die zentrale Lände, wo die Flöße alle anlegen mussten, wenn in der Stadt kein Platz mehr war. Und die Straßen, die man sich am Campingplatz heute anschaut, sind eigentlich noch die, die damals die Flößer benutzt haben.“
Im Zelt hängt ein Ruder, das in diesem Jahr auf der Isar im Einsatz war, dazu weitere Utensilien — entstanden mit Unterstützung des Flößer-Kulturvereins und der Flößerfamilien. Die Geschichte der Flößerei wird auch in Bildern erzählt.
„Wir sehen jedes Jahr mehrere hundert Flöße bei uns anlanden. Mir persönlich macht es immer gute Laune, wenn ich so ein Floß ankommen sehe.“

Paulaner Festzelt: Kardinal Marx weiht ein

Endstation des Rundgangs war das Paulaner Festzelt, das Christine und Lorenz Stiftl als neues Wirtepaar übernehmen — dasselbe Paar, das auch die Schützenlisl wiederbelebt hat.
Am Vormittag desselben Tages hatte Kardinal Reinhard Marx das Zelt persönlich eingeweiht und einen kirchlichen Segen gesprochen. Das ist auch für erfahrene Wiesn-Beobachter ungewöhnlich: „Das habe ich noch nicht erlebt, dass ein Kardinal aus Fleisch und Blut auf der Wiesn so etwas macht.“
Über die Bierprobe: „Ich kann euch sagen, Paulaner war das Beste von allen Bieren. Die erste schmeckt gleich so gut, dass man gleich eine zweite trinken kann.“ Und: „Wir haben bei der Bierprobe fast jedes Bier erkannt, aber nur fast. Komischerweise haben wir beide dieselben Fehler gemacht — wir haben nicht voneinander abgeschaut.“
Für ein Wirtepaar ist eine der großen Brauereifesthallen der Olymp, den man als Gastronom erreichen kann. Zum Abschluss lud die Wirtsfamilie zur Brotzeit.

Die Stimmung beim Wiesnrundgang

Es waren knapp hundert Reporterinnen und Reporter da — alle Medien mit Rang und Namen aus München und Bayern, dazu einige ausländische Vertreter. Wiesnwirte, Stadträte und Schausteller liefen mit. Um den Oberbürgermeister bildete sich beim Interview eine Traube aus Kameras, Mikrofonen und Aufnahmegeräten.
Die Stimmung war gut gelaunt, fröhlich und voller Vorfreude auf den Samstag.
Für mich ist der Wiesn-Rundgang jedes Jahr auch etwas anderes: Hier treffe ich Kolleginnen, Kollegen und Kunden, die ich sonst das ganze Jahr nicht sehe. Es ist immer wieder ein großes Hallo, als wäre die Zeit dazwischen stehengeblieben. In zwanzig Jahren Wiesn-Berichterstattung sind daraus Freundschaften geworden — und eine Sammlung von Geschichten, die zu diesem Termin gehören wie das Bier zum Anstich.
Das 191. Oktoberfest findet vom 19. September bis 4. Oktober 2026 statt. Den Anstich nimmt Oberbürgermeister Dominik Krause am 19. September um 12 Uhr in der Festhalle Schottenhamel vor.
Alle Neuerungen im Überblick:  Was ist neu auf dem Oktoberfest 2026
Text und Fotos: Birgit M. Widmann
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