Oper im Taschenbuchformat: „Die Entführung aus dem Serail“ bei Kaffee und Kuchen im Kultur- und Tagungszentrum Murnau
Am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, kommt „Musik am Nachmittag“ zum ersten Mal nach Murnau — eine Reihe der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation. Um 14 Uhr spielen fünf Gesangssolisten, ein Streichquartett und ein Akkordeonist Mozarts Singspiel im Kultur- und Tagungszentrum. Der Eintritt kostet 6 Euro.
Was ist eine Oper im Taschenbuchformat?
Im Vergleich zur großen Opernaufführung bleiben die großen Arien und Ensembleszenen erhalten, das Orchester besteht aus einem Streichquartett und einem Akkordeonisten. Fünf Sängerinnen und Sänger übernehmen alle Rollen. Dabei entsteht ein Werk, das sich nicht als gekürzte Oper erleben lässt, sondern als eine besondere Zusammenfassung des Stücks. Besonders reizvoll ist die Nähe: Wer in der dritten Reihe sitzt, hört eine Sopranstimme unmittelbar — ein Erlebnis, das in großen Opernhäusern so nicht möglich ist.
Wird das Stück erklärt?
Johannes Erkes, Musikdirektor und selbst Kammermusiker, spielt Viola und moderiert. Er erzählt die Handlung zwischen den Nummern, stellt die Figuren vor und ordnet ein, was Mozart 1782 damit ausdrücken wollte. Das richtet sich an beide Seiten des Saals: an Menschen, die zum ersten Mal eine Oper erleben, und an alle, die das Stück kennen und darin vielleicht ganz neue Aspekte entdecken.
Worum geht es in der „Entführung aus dem Serail“?
Der spanische Edelmann Belmonte will seine Geliebte Konstanze aus der Gefangenschaft des Bassa Selim befreien. Sein Diener Pedrillo hilft, Konstanzes Dienerin Blonde ist mit im Spiel. Der Fluchtversuch scheitert — und dann passiert das Unerwartete: Bassa Selim vergibt den Eindringlingen und schenkt ihnen die Freiheit. Dass eine Oper 1782 mit Großmut statt mit Rache endet, war für Mozarts Zeitgenossen der eigentliche Aufreger. Musikalisch reicht die Spanne von Osmins polterndem „O, wie will ich triumphieren“ bis zu Konstanzes „Martern aller Arten“, einer der schwersten Arien, die für Sopran geschrieben wurden.
Für wen ist der Nachmittag gedacht?
Für ältere Menschen — ausdrücklich auch für die, die sonst selten aus dem Haus kommen. Deshalb beginnt der Nachmittag bereits um 14 Uhr, und für die Geselligkeit gibt es Kaffee und Kuchen. Der Erste Bürgermeister Rolf Beuting hat die Schirmherrschaft übernommen und sagt dazu: „Uns ist wichtig, gerade auch für ältere Menschen Angebote zu schaffen, bei denen sie rauskommen, andere treffen und gemeinsam etwas erleben können.“
Wer steckt hinter „Musik am Nachmittag“?
Die Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation aus München, gegründet 1995 von Erich Fischer. Ein Jahr später rief er die Reihe ins Leben, als Dankeschön an die ältere Generation. Seither sind daraus deutschlandweit mehr als 17.700 Konzerte für über eine Million Zuhörer geworden — teils in festlichen Sälen, teils direkt in Seniorenheimen. In Murnau veranstaltet die Stiftung den Nachmittag gemeinsam mit dem Markt Murnau. Mit dabei ist außerdem die Antonie Zauner Stiftung.
Was kosten die Karten, und wo gibt es sie?
6 Euro, erhältlich in der Tourist Information Murnau. Spenden sind willkommen.
Häufige Fragen zu Musik am Nachmittag in Murnau
Wann und wo findet das Konzert statt?
Am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, um 14 Uhr im Kultur- und Tagungszentrum Murnau, Ödön-von-Horváth-Platz 1.
Was wird gespielt?
„Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart, als Oper im Taschenbuchformat mit fünf Gesangssolisten, Streichquartett und Akkordeon.
Was kostet der Eintritt?
6 Euro. Karten gibt es in der Tourist Information Murnau.
Gibt es Kaffee und Kuchen?
Ja, beides gehört zum Nachmittag dazu.
Muss ich mich mit Oper auskennen?
Nein. Musikdirektor Johannes Erkes moderiert und erklärt die Handlung während der Vorstellung.
Wie lange dauert der Nachmittag?
Für Konzert und geselligen Austausch sollte man etwa drei Stunden einplanen.
Ist der Saal barrierefrei?
Ja, der Saal des Kultur- und Tagungszentrums ist barrierefrei zugänglich.
Für wen ist die Veranstaltung gedacht?
Für ältere Menschen. Die Reihe wurde 1996 ausdrücklich als Angebot für die ältere Generation gegründet.

