Buchhandlungen, Antiquariate, Galerien, Copyshops, Studentencafés und kleine Läden prägen das Viertel. Über 50.000 Studenten zweier Universitäten treffen sich hier zum Lernen und Abschalten – auf den Plätzen und in den Hinterhöfen. Die Maxvorstadt ist lebhaft, bunt, entspannt und kreativ.
Entstanden ist Maxvorstadt ab 1806, als München Sitz der Zentralverwaltung des Königreichs Bayern wurde.
Beste Reisezeit: ganzjährig
Warum studieren hier so viele Menschen?
König Ludwig I. holte die Universität von Landshut nach München und ließ die Gebäude errichten. Sein Nachfolger Ludwig II. etablierte den technischen Studienteil. Heute liegen die Ludwig-Maximilians-Universität und Teile der Technischen Universität am Professor-Huber-Platz.
Die Straßennamen des Viertels erinnern an die Gründerprofessoren – etwa die Schellingstraße.
Warum sieht der Königsplatz aus wie in Griechenland?
Weil er genau danach geplant wurde: Vorbild war die Akropolis in Athen. Verantwortlich war wieder König Ludwig I., der große Kunstliebhaber. Er schuf hier die Bauten für seine Kunstsammlungen:
Die Propyläen – das griechische Tor
Die Glyptothek – mit historischen Skulpturen und einem gemütlichen Innenhofcafé
Die Staatliche Antikensammlung
Auf den Treppen der Glyptothek versammeln sich abends die Sonnenuntergangsanbeter. Im Sommer finden auf dem Platz Open-Air-Veranstaltungen, Konzerte und Kundgebungen statt.
Was bedeutet das Wort Glyptothek?
Es ist eine reine Wortschöpfung, erfunden vom Bibliothekar des Königs. Zusammengesetzt aus zwei altgriechischen Wörtern für „in Stein geschnitten“ und „Aufbewahrungsort“.
Was ist das Kunstareal?
Auf engem Raum konzentriert sich hier eine der größten Museumsdichten Europas: die drei Pinakotheken (Alte, Neue und Moderne), das Lenbachhaus mit den Werken des Blauen Reiter, das Ägyptische Museum, das NS-Dokumentationszentrum, die Glyptothek und die Antikensammlung.
Die Pinakothek der Moderne eröffnete 2002 und zeigt Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Als Pinakothek bezeichnet man übrigens Kunstmuseen, die ausschließlich gemalte Werke ausstellen.
Was ist der Karolinenplatz?
Sinnbildlich steht man hier auf dem Place de l’Étoile in Paris – nach diesem Vorbild wurde der Platz 1809 rund um den großen Obelisken angelegt. Benannt ist er nach der Ehefrau von Maximilian I. Joseph.
Vom Karolinenplatz aus lässt sich die Maxvorstadt sternförmig erkunden.
Was ist das Amerikahaus?
Ziel des Hauses ist der transatlantische Austausch. Man kann Ausstellungen und Veranstaltungen besuchen und sich über einen Amerikaaufenthalt informieren.
Was gibt es am Stiglmaierplatz?
Der Platz selbst ist eher Treffpunkt von Autos, Radlern und Straßenbahnen. Aber im Löwenbräukeller findet man eine der ältesten Gaststätten Münchens mit Bräustüberl und Biergarten.
Probieren sollte man dort Radi (Rettich), Radieserl und Obatzdn – ein Käsegemisch mit Paprika und Butter – dazu Brezn und a hoibe Spezi.
Was ist der Katzentempel?
Ein Café, in dem Kater Gizmo der Chef ist. Selbstgemachte, frische vegetarisch-vegane Speisen in Gesellschaft von Tempeltigern – da fängt man selbst zum Schnurren an. Türkenstraße 29.
Was ist der Schelling Saloon?
An der Grenze zu Schwabing gelegen: ein Wiener Café mit Billard, Tischfußball und Tischtennis. Hier kann man auch das in München erfundene „Mensch ärgere dich nicht“ spielen.
Häufig gestellte Fragen zur Maxvorstadt
Warum sieht der Königsplatz griechisch aus?
Er wurde nach dem Vorbild der Akropolis in Athen geplant – auf Wunsch von König Ludwig I., der hier seine Kunstsammlungen unterbrachte.
Was bedeutet Glyptothek?
Ein Fantasiewort aus zwei altgriechischen Begriffen für „in Stein geschnitten“ und „Aufbewahrungsort“, erfunden vom Bibliothekar König Ludwigs I.
Wie viele Studenten leben in der Maxvorstadt?
Über 50.000 Studenten der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität prägen das Viertel.
Was ist das Kunstareal?
Ein Museumsviertel mit den drei Pinakotheken, dem Lenbachhaus, der Glyptothek, der Antikensammlung und weiteren Häusern.
Was ist eine Pinakothek?
Ein Kunstmuseum, das ausschließlich gemalte Werke ausstellt.
Wo kann man in der Maxvorstadt traditionell einkehren?
Im Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz, einer der ältesten Gaststätten Münchens mit Bräustüberl und Biergarten.
Info-Kasten:
Maxvorstadt
Königsplatz
80333 München
Anreise: U-Bahn U2 Königsplatz
Text und Fotos aus: „München kunterbunt“, Scio Verlag © Birgit M. Widmann. Restexemplare direkt bei uns erhältlich.

